alle deutschen Bundeskanzler auf deutsche-bundeskanzler.de
Home

Fachbücher



Bundeskanzler
- Konrad Adenauer
- Ludwig Erhard
- Kurt Georg Kiesinger
- Willy Brandt
- Helmut Schmidt
- Helmut Kohl
- Gerhard Schröder
- Angela Merkel

Info / Kontakt
Hinweise
Impressum

sonstiges
Kindernamen

Bundeskanzler Helmut Kohl


Helmut Kohl- Kanzler der Einheit

Am 03.April 1930 wurde Helmut Kohl in Ludwigshafen am Rhein geboren. Er ist der Sohn eines Finanzbeamten und ist der jüngste von drei Geschwistern. Foto von Helmut kohl

Kohl ging zur Volks- und Oberrealschule und beendete sie 1950 mit dem Abitur. 1946 trat er bereits in die CDU ein. Im Folgejahr gehörte er in Ludwigshafen zu den Mitbegründern der Jungen Union. Nach seinem Schulabschluß begann Kohl das Studium der Sozial-, Rechts- und Staatswissenschaften und Geschichte. In den Universitäten Heidelberg und Frankfurt/Main studierte er diese Fächer, währenddessen er seine politischen Interessen weiterhin fortsetzte, aufgrund eines Politik-Seminars im Alfred-Weber-Institut in Heidelberg, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war.

1953 wurde Kohl in Rheinland-Pfalz Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der CDU. Ein Jahr später wurde er stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union bis 1961. Durch seine Mitgliedschaft im Landesvorstand wurde 1955 bis 1966 seine politische Laufbahn ergänzt.

Nachdem Helmut Kohl sein Studium 1956 zu Ende brachte, legte er seine Dissertation 1958 "Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945" vor. 1958 arbeitete er ein Jahr lang in einer Eisengießerei in Ludwigshafen als Direktionsassistenten. Danach wurde Kohl Referent im "Industrieverband Chemie" in Ludwigshafen bis 1969.

Ab 1959 (bis1976) war er Vorsitzender im CDU-Kreisverband in Ludwigshafen und Abgeordneter im Landtag in Rheinland-Pfalz. Zwei Jahre fungierte Kohl als Vorsitzender im Landtag. 1963 bis 1969 war er Fraktionsvorsitzender der CDU. 1960 heiratete Helmut Kohl die Dolmetscherin Hannelore Renner (geb.1933). Sie bekamen die beiden Söhne, Walter und Peter.

1966 bis 1973 war Kohl Landesvorsitzender der CDU in Rheinland-Pfalz und Mitglied im CDU-Bundesvorstand. Im Mai 1969 stieg er zum Ministerpräsident von Rheinland Pfalz auf (bis1976). Darauf folgend wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden seiner Partei im Bund ernannt. In diesem Amt regierte Kohl mit einer christlich-liberalen Koalition vorerst für drei Jahre , welche jedoch 1971 durch eine alleinige CDU-Führung abgelöst wurde. Ihm gelang zusammen mit Heiner Geißler durch verschiedene Reformen eine Verbesserung des Sozial- und Gesundheitswesen. 1971 scheiterte Kohl gegen Rainer Barzel bei der Kandidatur für den Parteivorsitz, löste ihn jedoch 1973 in seinem Amt (bis1998) ab.

Kohl wurde im Jahr 1976 Mitglied im Bundestag und übernahm den Vorsitz in der CDU/CSU-Fraktion, womit Kohl zur Führungsperson in der Opposition avancierte. Er scheiterte 1980 bei der Nominierung der Kanzlerkandidatur aufgrund eines stärkeren Gewichtes der CSU in den Fraktionsgremien. Die Wahl fiel auf Franz Josef Strauß. Um riesige Verluste bei den anschließenden Wahlen zu verhindern fungierte Kohl weiterhin als Oppositionsführer. Er baute persönliche Beziehungen mit Vertretern der FDP auf.

1981 danach veröffentlichte er seine Schrift mit dem Titel "Die CDU - Portrait einer Volkspartei".

1982 nahmen die CDU/CSU und die FDP Koalitionsgespräche auf. Durch die Abwahl von Bundeskanzler Helmut Schmidt durch ein Misstrauensvotum im Oktober 1982 wurde Kohl zum Kanzlerkandidaten nominiert und mit 52 Jahren zum sechsten Bundeskanzler der BRD gewählt.

Er trat für das Selbstbestimmungsrecht des gesamten deutschen Volkes ein. Ende 1982 wurden Neuwahlen gestellt, da Kohl keine Mehrheit bei der Vertrauensfrage im Bundestag erreichen konnte. Im März 1983 ging eine Koalition aus CDU/CSU und FDP bei den Neuwahlen als Sieger hervor. Als Bundeskanzler wurde Kohl dann bestätigt.

Um gegenseitige Beziehungen zu verbessern reiste Kohl mit Hans-Dietrich Genscher 1983 in die Sowjetunion. Im Folgejahr fand das erste Treffen zwischen Kohl und Erich Honecker, Staats- und Parteichef der DDR, in Moskau statt. Beim Treffen mit Frankreichs Präsidenten Francois Mitterand 1984 sorgten beide für Aufsehen, da sie sich beim Gedenken an die Opfer beider Weltkriege an die Hand nahmen.

Aufgrund eines Vergleiches zwischen Gorbatschow und dem NS Propagandaministers Josef Goebbels kam es 1986 zu angespannten Verhältnissen, nachdem Kohl sich nicht für diese Äußerung entschuldigen wollte.

Nach gewonnen Bundestagswahlen Anfang 1987 besuchte Erich Honecker zum ersten Mal die BRD und sie beschloßen ein stärkeres Zusammenarbeiten in Technik, Wissenschaft, Strahlenschutz und Umweltschutz. 1988 wurde ihm der Karlspreis in Aachen verliehen aufgrund seines Einsatzes für die europäische Verständigung und Einigung.

Am 10. November öffneten sich die Grenzen zur DDR woraufhin Kohl in West-Berlin eine Rede vor dem Schöneberger Rathaus hielt. Im Februar 1990 unterstützte Kohl die "Allianz für Deutschland". Kurze Zeit später wurden Kohls Bemühung, eine Währungsunion mit zusätzlicher Wirtschaftsreform, durchgesetzt. Am 17.Januar 1991 wurde Kohl erster Bundeskanzler des vereinten Deutschlands.

Im August 1992 unterzeichneten Helmut Kohl, Berlins Bürgermeister Diepgen und Brandenburgs Ministerpräsident Stolpe den "Hauptstadt-Vertrages" in Berlin.

Kohl wurde am 15. November 1994 zum fünften Mal zum deutschen Bundeskanzler gewählt. Am 31.Oktober 1996 hatte er sein Amtsjubiläum und stellte mit 5145 verbrachten Amtstagen einen Rekord auf.

Nach den Wahlen 1998 endete am 26.Oktober seine Amtszeit und wurde abgelöst von SPD-Politiker Gerhard Schröder. Abschließend bekam Kohl eine Auszeichnung für Verdienste der Zusammenarbeit vom polnischen Staatspräsidenten überreicht und vom Bundespräsident Roman Herzog das Großkreuz des Verdienstordens der BRD mit dem Lorbeerkranz und wurde zum Ehrenbürger Europas ernannt.

Kohl legte sein Ehrenamt am 18.Januar 2000 aufgrund einer Spendenaffäre, bei der er keine Spender verraten wollte, nieder. Kohls Verstrickung in dieser Affäre beschäftige die Behörden und Medien weiterhin, wobei seine bedeutenden historischen Taten in den Hintergrund gerieten.

Seine Frau Hannelore nahm sich im Jahr 2001 das Leben mit einer Überdosis an Tabletten. Sie litt an einer Lichtallergie, doch während Kohls politischen Karriere stand sie ihm immer zur Seite.

Für öffentliche Empörung sorgte ebenso ein juristischer Kleinkrieg, wegen Veröffentlichung seiner Stasi-Aktegegen, gegen die Stasi-Unterlagen-Behörde. Jedoch wurde das Veröffentlichungsverbot aufgehoben und somit wurde Kohls Stasi-Akte, so wie die anderer Politiker aus Ost und West, veröffentlicht. Außerdem wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Kohl und dem Medienunternehmer Leo Kirch wegen uneidlicher Falschaussage bekannt, das sich auf den Beratervertrag bezog, den Kirch 1999 eingegangen sein soll, wobei Kohl eine hohe Vergütung bekommen haben soll, die die beiden vor dem Bundestags Untersuchungsausschuss verschwiegen hatten.

Im September 2004 wurde Kohl in Trient (Südtirol) geehrt für sein Bemühungen mit dem Alcide-De-Gasperi-Preis. Den "Radio Regenbogen Award" erhielten im März 2005 Kohl, Genscher und Gorbatschow in Karlsruhe für ihre Verdienste bei der deutschen Wiedervereinigung. Außerdem bekam er den BILD-Medienpreis für seine Beiträge zur wirtschaftlichen Einheit Deutschlands verliehen. Kohl erhielt ebenso die Ehrenbürgerwürde in den Städten London, Frankfurt am Main und Berlin. Kurz danach, im September 2005, wurde er zum Ehrenbürger ernannt in seiner Heimatstadt Ludwigshafen und danach mit der "Quadriga" ausgezeichnet für Bemühungen um den Frieden und die Verständigung.


Werbung

Planet Mars
deutsche Kennzeichen

(c) 2006 by deutsche-bundeskanzler.de Hinweise Nutzungsbedingungen Partner Impressum